Gedanken zum Thema Zuflucht

Was ist Zuflucht? Die Frage ist durchaus berechtigt.

Mit dem Wort Zuflucht verbinde ich einen Ort, wo ich sicher bin, mich geborgen fühle und in Ruhe sein kann. Anders gesagt, ich begebe mich in die Zuflucht so, als würde ich in einen schützenden Mantel schlüpfen.

In der Buddhistischen Lehre hat die Zufluchtnahme eine besondere Stellung. Sie steht zumeist am Anfang, vorangestellt zu nachfolgenden Ausübungen. Mag es auch unterschiedliche Auffassungen zur Praxis der Zufluchtnahme geben, so ist sie doch in ihrem Kern unverwechselbar.

Zuflucht kann den Menschen Trost sein, Kraft vermitteln, und darüber hinaus Vieles mehr.

Unsere Zeit, in der wir heute leben, wird mitunter als schnell und hektisch empfunden. Frühere Generationen sprachen sich in ähnlicher Weise aus. Man suchte nach einem Anker um sich fest zu machen, sich zu verwurzeln.

Zeiten, Dinge, Geschehnisse – sie sind nicht aufzuhalten. Alles ist in Bewegung, mal mehr, mal weniger. Wenn starke Veränderungen eintreten, kann leicht der Eindruck entstehen nicht mitgehen zu können, zumal, wenn das Vorangegangene noch im Vordergrund steht und wirkt.

Es ist bereichernd und wertvoll, sich Wissen darüber anzueignen, wie die Dinge nun mal sind und entsprechende, geeignete Strategien zu entwickeln – sozusagen anwendbare Mittel und Wege zu finden um den Anforderungen des Lebens gerecht zu werden.

Die Zufluchtnahme, insbesondere die buddhistische Art, bietet viele Möglichkeiten Wissen und lebensnahe Kompetenzen zu erwerben. Aber auch die gesamte Buddhistische Lehre ist ein Juwel und in ihrer Vielfalt ein großartiges Geschenk.

Ich wünsche euch Glück und Segen 

Tashi Drölma